Jörg Rotter - Ihr Bürgermeister

„STATION 1“ BEENDET GASTRONOMISCHEN STILLSTAND IM BAHNHOF

Bürgermeister ist erfreut über diese positive Entwickliung

Die Jahre des gastronomischen Stillstands im Ober-Rodener Bahnhof werden in wenigen Wochen beendet sein. Zum 1. Mai will ein Trio in dem dafür vorgesehenen Anbau des geschichtsträchtigen Gebäudes das „Station 1“ eröffnen.

Der frühere Olympiaturner Daniel Winkler, sein Geschäftspartner Carsten Barna und der als Geschäftsführer vorgesehene erfahrene Gastronom Greg de Neufville haben eine GmbH gleichen Namens gegründet und die Gastronomie-Räumlichkeiten von Bahnhofbesitzer Hans-Jörg Vetter gepachtet. Damit ist eine Rückabwicklung des Vertrags mit Vetter vom Tisch.

Das „Station1“ werde „eine Mischung aus klassischer Kneipe und Restaurant“ erläutert Greg de Neufville sein Konzept. „Wir wollen etwas Neues für Rödermark. Gehobene Gastronomie, die man sich leisten kann“, fügt Daniel Winkler hinzu. Er und seine Partner stünden in den Startlöchern. „Wir haben schon einen Koch und einen Restaurantleiter.“ Jetzt geht es darum, die Räumlichkeiten, die sich immer noch im Rohbau präsentieren, in eine schmucke Gaststätte zu verwandeln. Dafür wird die Stataion-1-GmbH mehrere hunderttausend Euro in die Hand nehmen. „Ich bin fast täglich auf der Baustelle“, berichtet Winkler. Er ist froh, dass er mit Greg Neufville einen kompetenten Partner gefunden hat.

Der auch als Musiker und Musikproduzent erfolgreiche de Neufville betreibt seit einiger Zeit in Seligenstadt das „Main Chateau“, ein exklusives Hotel mit feiner Küche. Auch in Frankfurt war er mit zwei Lokalen erfolgreich. „Man wird hier gut essen können, muss aber nicht, sondern wird sich auch mit Freunden auf ein Glas Wein oder Bier treffen können. De Neufville kündigt eine „moderne Küche“ an: Poke Bowls, Steaks, Hamburger, Salate und auch eine Auswahl an veganen und vegetarischen Gerichten sind die Stichworte. Für die Dachterrasse verspricht er „Lounge-Feeling“; hier könne man sich zum typisch italienischen Aperitivo mit Snacks treffen, After-Work-Partys mit sehr guten DJs aus Frankfurt plant er ebenfalls. Auch den Kiosk zu den Gleisen hin will de Neufville nutzen; hier soll man sich mit Kaffee und einem Frühstücksmüsli oder belegten Brötchen versorgen können.

Der seit Jahren in Ober-Roden lebende Heusenstammer Daniel Winkler hatte sich schon im Jahre 2012 zusammen mit Innenarchitektin Alexa Schraverus und Malermeister Claus Wunderlich aus Rödermark um den Kauf des Bahnhofs bemüht. In der Endausscheidung der drei Bieter, die dem Magistrat ihre Konzepte vorstellen durften, setzte sich damals Vetter durch, der den Bahnhof dann 2013 erwarb. „Der Bahnhof hat mich seitdem nie losgelassen“, versichert Winkler, dessen Haus nicht weit vom Bahnhof in der Dieburger Straße steht. Wie viele Ober-Röder sei er enttäuscht gewesen, „dass nichts lief“.

Im Jahr 2014 hatte Vetter mit der aufwändigen Sanierung des Gebäudes begonnen. Für die gastronomische Nutzung des Bahnhofs durfte ein alter Holzschuppen an dem unter Denkmalschutz stehenden Bahnhof aus dem 19. Jahrhundert abgerissen werden und stattdessen ein moderner elliptischer Anbau mit großen Glasfronten und Dachterrasse errichtet werden. Im Rahmen der Gemarkungsbegehung 2015 präsentierte Vetter das fast fertig renovierte Gebäude und seine Pläne der Öffentlichkeit, stellte auch einen künftigen Betreiber des geplanten Restaurants vor und lud hinterher zum Snack in den Rohbau des Lokals ein. Der von Vetter vorgestellte Gastwirt sprang jedoch wenig später ab. Seitdem hatte sich in Sachen Gastronomie im Bahnhof nichts getan.

Nachdem er sein Bürgermeisteramt 2019 angetreten hatte, intensivierte Bürgermeister Jörg Rotter die städtischen Bemühungen, den Stillstand zu beenden. Er führte Gespräche mit Vetter, lotete dabei auch eine Rückabwicklung des Vertrags und einen Verkauf an Winkler und seine Partner aus. Bei einem Ortstermin mit den künftigen Betreibern des „Station1“ zeigte sich der Bürgermeister hocherfreut, dass die vielen Gespräche zu einem so guten Ergebnis geführt hätten. „Der Bahnhof ist ein zentrales Gebäude, ein Tor in die Stadt. Endlich kommt nun neues Leben in das Gebäude, der ganze Bereich wird durch die Gastronomie aufgewertet. Ich bin erleichtert und zufrieden, dass wir nun einen, aus meiner Sicht, erfahrenen und tollen Gastronomen dafür gefunden haben.“